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Das “Tug” liegt an der Jetty Promenade in Swakopmund, Namibia und ist mein persönlicher Favorit unter allen Restaurants die ich in diesem Land probiert habe. Es ist einfach die Harmonie in jedem Detail, ein Wohlfühlpaket, ein Genuss für die Seele.

Ein absolutes Highlight. Nein, bitte, ein Muss bei einem Besuch in diesem doch irgendwie lustigen, teilweise einfach sehr deutschem Fleckchen Erde auf einem fernen Kontinent. Es ist einfach so schön. So schön. Egal ob zum Mittag oder zum Abend. Ihr werdet es genießen wie ich es genieße. Und selbst die Erinnerung daran aus dem fernen Europa lässt mich lächeln. Das Tug ist vielleicht weniger für Fleischgerichte zu haben, wobei auch ich dort einmal ein sehr gutes Steak gegessen habe, als vielmehr für Fisch und die Früchte der Meere. Und wenn man schon die Möglichkeit hat am rauen Atlantik zu sitzen, nach Delfinen zu suchen, dann sollte man sich diese Chance auch nicht entgehen lassen.

Ich tu mich wirklich schwer euch zu empfehlen wo ihr sitzen sollt. Drinnen oder draußen. Beides ist zugleich wunderschön. Wenn ihr draußen sitzt, dann schützt euch eine Glasscheibe vor dem rauen Wind sodass ihr euer kaltes Bier, euren Weißwein oder was auch immer genießen könnt ohne eure Haare als Starter zu verspeisen. Wenn es möglich ist, setzt euch nach der Treppe direkt links ins Eck und ihr habt Blick aufs Wasser, aber auch Blick auf die atemberaubenden Dünen der Namib die sich an der Küste Namibias endlangziehen. Während ihr da sitzt könnt ihr die Sonnenbrille aufsetzen, euch zurücklehnen und euch wie die Kolonialherren fühlen, wie wilde Segler die in diesem fremden Land ankommen und wie ihr plötzlich vor dieser gewaltigen Wüste steht und sie bezwingen wollt. Das meine Freunde, ist die Freiheit die der Europäer braucht.

Wenn ihr das selbe Gefühl nur im Innern des “Schleppers” wollt, dann gebe ich euch den Tipp nach dem “Prime Spot” zu fragen und am besten im Vorfeld zu reservieren. Denn auch dieses Restaurant platzt wie fast alles in den Sommermonaten Namibias vor Menschenandrang (Was aber noch lange nicht mit der Menschenmasse einer europäischen Stadt in der Hochsaison vergleichbar ist). Solltet ihr also Erfolg haben und den besten Tisch im ganzen Restaurant bekommen, könnt ihr euch fühlen wie Gott in Frankreich. Bestellt den aus verlässlicher Quelle wirklich leckeren” KingKlip” wenn ich ihr einen vorfiletierten Fisch essen möchtet oder wie ich die “Grilled Prawns”, die sich auch heute in meiner Erinnerung noch wie ein Rausch in einem Sommernachtstraum anfühlen. Ich habe noch nie, aber wirklich nie, so unglaublich leckere, zarte Garnelen gegessen. Gewählt habe ich sie mit der “Garlic Butter” und anstatt dem Reis, Chips. Ich bin einfach der Meinung wenn etwas dazu passt außer ein Baguette, dann die gute alte Kartoffel. Zitrone wird dazu geliefert und auch noch eine Schale Wasser um die Hände zu reinigen. Denn dieses Gericht sollte wirklich mit allen Sinnen und somit auch den Händen eingenommen werden. Wenn ihr zum Essen Wein trinken wollt, dann bietet das Tug wirklich eine ganze Karte. Es lohnt sich auch eine ganze Flasche zu bestellen, weil ihr einfach die größere und feinere Auswahl habt.

Der Service im Tug ist durchweg freundlich und zuvorkommend, aber auf eine sehr herzliche und ehrliche Art die den Namibianern eh sehr liegt. Solltet ihr mal keine Zigaretten haben, so scheut euch nicht den Kellner zu fragen. Vielleicht ist er auch zu euch so nett und reicht euch eine der seinen.

Wollt ihr nach dem Essen oder gar einfach zur später Stunde für einen Drink vorbei kommen,  schaut in der Bar des Restaurants vorbei, die ganz urig dem Schiffscharakter treu geblieben ist. Überhaupt ist der ganze Look der Location authentisch dem Thema gemäß gestaltet und erhalten.

Wollt ihr mehr erfahren so lest euch doch gleich passend den Spiegel Artikel durch oder besucht die Homepage

Und nochmal! Das ist wirklich ein MUSS!