titelbild

Ich wollte unbedingt wieder in den Norden von Frankreich fahren. Zum einen, weil ich den Atlantik und die Landschaft der Bretagne und der Normandie so sehr liebe. Zum anderen, weil ich seit einem Urlaub in der Kindheit die Erinnerung an göttliche, wirklich verboten gute Garnelen habe. Auf meiner Reise durch Europa bin ich dann in Le Havre gelandet.

Le Havre hat scheinbar den größten Containerhafen Frankreichs. Also das französische Hamburg? Eher nicht, das genaue Gegenteil würde ich behaupten. Wunderschöne Häuser im Jugendstil, einen sauberen, voll mit kostenlosen Freizeitaktivitäten bepackten Steinstrand und übrigens auch der Ursprungsort des Impressionismus. Ich habe mir von meinen “Hotelvätern” empfehlen lassen, wo ich am besten hingehen sollte. Eines dieser Prachtstücke war das “Le Clapotis”. Es liegt natürlich direkt am Wasser und ist wirklich immer gut besucht. Da ich draußen saß, kann ich gar nicht viel über die Einrichtung des Restaurants von mir geben, aber es war, soweit ich es auf mich wirken lassen konnte nichts wirklich besonderes. Aber das ist ja nicht unbedingt schlecht. Mit sich alleine draußen am Meer zu sitzen, den Sonnenuntergang zu beobachten, die anderen Gäste, als einziger einen kleinen Regenbogen bei strahlend blauem Himmel zu sehen ist genug Stimulation. Da bedarf es keiner sonderbaren Dekoration. Ich hatte einen wunderbaren Moment mit mir. Ich hatte ein Glas Rotwein und ich hatte meine ” Crevette”. Ich war glücklich. Rundum. Ich weiß gar nicht was man so groß an Worten hinzufügen soll. Geschmacklich erste Klasse, frisch, zart und ohne jegliche Geschmacksverstärker. Zitrone, Salz, Pfeffer. Göttlich. Teuflisch einfach. Auf jeden Fall empfehlenswert.