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Frän-Scheiß, wie ich am selben Abend noch gelernt habe. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt hier leider hinten und vorne nicht und der Wohlfühlcharakter bleibt auch aus. Einzig das Klo lädt zum gemütlichen beheizten Verweilen ein.

Es liegt in Heilbronn natürlich bestens, mitten in der Fußgängerzone, viel Frequenz, ein ständiges Kommen und Gehen. Die Einrichtung ist eigentlich ganz originell mit den Birkenstämmen die bis zur Decke ragen und ein bisschen Waldfeeling vermitteln sollen. Was aber Birke und Wald mit Burgern zu tun haben konnte ich nicht rausfinden. Aber man kann ja nicht alles wissen…

Sitzen tut man so schlecht und unbequem wie zu Schulzeiten auf den Rückenlehnen von Parkbänken. Nein, eigentlich schlechter. Die Möbel haben nämlich nicht einmal IKEA Standardcharakter. Sie bestehen einfach nur aus dünnen,  schwarz lackierten Pressspanbänken- und Tischen. Weil die Möbel so viel gekostet haben spart der Boden die hohe Investition wieder ein, besteht eben aus unlackierten Pressspanplatten. Soll stylish wirken, sieht aber irgendwie halt doch billig aus. Das andere Wort will ich mir an dieser Stelle verkneifen…Es soll ja noch übers Essen geredet werden.

An den Tischen schwirren viele Kellner umher die vielleicht mal bei Hollister gearbeitet haben und jetzt leider Größe S tragen und deshalb nicht mehr mitspielen dürfen. Jaja, Endstation Burgerbude. Als Servicekräfte kann man diese aber nicht verstehen. Es kommt einfach keine Persönlichkeit rüber, es wird nicht versucht eine Beziehung zum Gast aufzubauen. Abfertigung. Möglichst viele durchschleusen.

Beim Blick in die wirklich interessant gestaltete Speisekarte  (keine Ironie) fängt der Pressspanboden an wackeln zu wollen. Ein Burger kostet hier um die 8 € ohne Beilage. Burger ohne Brötchen und die reichlich angebotenen Veggievarianten auch. Eine kleine Portion TK-Pommes kostet dann nochmal drei Euro. Was dann zu Tisch kommt sollte eigentlich zu einem hysterischen Lachkrampf führen, weil, und ich schäme mich jetzt schon für diese Aussage, ein McDonalds Burger besser angerichtet ist. Aber nein, nicht ich schäme mich, sondern bitte ihr liebes “Hans im Glück”. Leider lacht keiner um mich herum. “Serviert” wird ein Burger mit lommeligem selbstgebackenem Weizenbrötchen, einem lieblosen Salatblatt, einer Gurkenscheibe, zwei Ringe Zwiebel und ein bisschen Soße. Es sieht einfach unspektakulär aus. Und so schmeckt es eben auch. Die Soßen sind scheinbar selbst gemacht, schmecken aber genauso wie jede andere Industrieware von HEINZ und Co. Der Burger ohne Brötchen ist ein Fleischfladen mit ein bisschen Salat garniert. 8 Euro! Und wir reden hier nicht von Känguru, Strauß, Lamm oder anderem hochwertigem besonderem Fleisch.

Schwach ist hier einfach das Preis-Leistungsverhältnis und das unstimmige Konzept. Die Einrichtung passt nicht zum Angebot, die Preise nicht zur Qualität, das Verhältnis zwischen Selbstgemachtem und Industrieware lässt mich jede Begeisterung verwehren. Ich bin nur noch froh hier raus zu sein.

 

 

Die Münchner fahren drauf ab. weiß der “Mosi” wieso. Aber die Seuche breitet sich aus. Bitte bitte nicht unterstützen. Bitte Hände waschen und Kontakt mit Schleimhäuten vermeiden.

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