titelbild

Der “kleine” Sohn der Weingasse Antipasto in Ludwigsburg ist ebenfalls in der Seestraße, aber eben ganz am Anfang und nicht so zentral. Und ich glaube, dass das “da Fabio” auch noch in den Kinderschuhen steckt was die eigene individuelle Entfaltung angeht. Weil leider ist es, wenn man die Speisekarte betrachtet ziemlich an den Ex-Arbeitgeber des Chefs angelehnt. Leider, denn es gibt doch so viele Möglichkeiten seinen eigenen Weg zu finden und Ludwigsburg freut sich doch über jeden neuen erfrischenden Gastronom. Da bin ich mir sicher.

Da wir ja mittlerweile genügend TexMex Cocktailbrutstätten und 0815- Italiener haben, war ich schon etwas enttäuscht über Fabios ganzen Stolz. Aber vielleicht wird das ja noch. Gemütlich eingerichtet ist es wirklich. Helligkeit und Wärme in der Atmosphäre,  gepaart mit hellen Holztischen erinnern mich an ein mediterranes Fischrestaurant. Die Dekoration auf den Tischen und im Lokal ist dezent. Die Anrichtung der Speisen erfolgt teils auf Schieferplatten, was ich persönlich wirklich unglaublich schön finde, vor allem, wenn jede Platte anders gebrochen ist.  Alles in allem wirkt es weder überheblich schick und kalt, noch künstlerisch exzentrisch angehaucht wie das Antipasto. Eben ein Restaurant, dass seinen wirklichen Vibe erst bekommt mit den Leuten die einkehren, immer wieder kommen und es so mit Farbe und Charakter bestücken. Und das ist wirklich aufrichtig herzlich gemeint, denn für mich gibt es nichts schlimmeres als ein Restaurant, dass dir am Eingang gemeinsam mit dem Mantel deine Individualität nimmt und du Teil des Konzepts, den  Vorstellungen des Wirts sein musst um überhaupt den Abend überleben zu können.

Das Essen war gut, aber weil ich der Speisekarte keine kreative Eigenleistung entnehmen konnte, war ich auch nicht begeistert. Es ist eben noch ein Plagiat und ich frage mich, wie lange das so gut geht. Ich hoffe daher sehr, dass es sich im Laufe der Monate weiterentwickelt und ich bald noch einmal testen kann.

 

20131219_195040 20131219_205903