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Das Einzige was ich dem Cavos lassen kann, ist, dass ich darüber schreibe ohne wirklich dort gegessen zu haben. Ich bin ja ein Freund des Essens und ein Verfechter der guten Energie beim Essen. DAS ist gastronomischer Missbrauch.

Einen Tisch für mehr als zehn Personen kann man dort wohl nicht reservieren und bekommt man doch einen, so muss man ihn nach seinem Essen auf Nötigung des Kellners sofort wieder verlassen. Am Eingang drängt sich derweil schon  Stuttgarts Pseudo Schickeria um zu sehen und gesehen zu werden, sich mit Kreditkarten den Dreck unter den Fingernägeln aus zu kratzen , die Haare zu schmieren und die fast entblößten Brüste sicher durch den Abend zu schwenken. Wahnsinnig  schlechter, arroganter und aggressiver Service in einem sterilen Ambiente mit Abfertigungshallen Klima. Laute Musik übertönt die stumpfsinnigen primitiven Gespräche der Männer, das dümmliche Gesäusel der Damen und das klirrende Glas auf den Biergarten Tabletts der Kellner. Leider übertönt es nicht den Parfüm Gestank der völlig übertrieben aufgezogenen, eigentlich schon witzlos gekleideten billigen Marionetten dieses Schauspiels. Beobachter mit genügend Selbstbewusstsein und eigener Identität werden sich köstlich dabei amüsieren diesen Affentanz zu erkunden. Jedoch einmal reicht. Stil ist leider wirklich anders. Dekadenz auch.

 

Gebadet in einer Containerladung  Make-Up, Pelz und Polo freue ich mich über gut bürgerliche, bäuerliche deutsche Küche. Amen.