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Ristorante Pizzeria Bella Napoli, der klassische Name eines schlechteren 0815 Italieners. Ich kann nur eines sagen: Es gibt zu viele dieser Art. Viel schockierender ist für mich immer wieder die Tatsache, was die Menschen so gerne konsumieren wenn sie Essen gehen. Jedes Nutzvieh ist wählerischer und achtsamer. Die Überrasse Mensch. Für die meisten gilt immer noch eins: Hauptsache der Trog ist voll.

 

Gefolgt sind wir dem leisen Nuscheln, dass sich in meiner Heimat ein neuer Italiener breit gemacht hat. Einer “der wo echt gut sein soll” wie der Schwabe so gerne spricht. Es war mir natürlich da schon eine Warnung und aus eigenen Stücken hätte ich dort wahrscheinlich nicht gespeist. Doch ich wurde eingeladen, es war ein heißer Tag, ich hatte Feierabend und es gibt einen Außenbereich. Hinterm Asperg am Kleintierzüchterverein ist es auch sehr idyllisch und man kann ein Bier im Garten in Ruhe genießen. Vorausgesetzt die Kellnerin weiß welches Bier sich im Fass befindet. Ob es Eistee gibt weiß sie auch nicht. Und für die Bestellungen braucht sie die Nummern. Fühle mich zwischenzeitlich wie beim Chinatempel. Egal, auch das blinde Huhn findet mal ein Korn, oder?

Als ich die von Fürstenberg gesponserte Speisekarte aufgeklappt habe wusste ich auf den ersten Blick, dass ich hier nur Pizza essen werde. Bei Pizza kann man natürlich auch viel falsch machen, besonders ist sie eher selten, aber meistens essbar.

Die Karte ist wie bei jedem Italiener der kommt und geht maßlos überladen. Es gibt alle gängigen Pastasorten und mit allen Soßen. Pizzen in der selben Anzahl. Den Rest lasse ich hier eh unbeachtet. Ihr kennt das ja auch schon alle. Ich bin gelangweilt. Außerdem ist die Speisekart vom Design her wie meine ersten Versuche damals auf Win95 mit Word Clip Art und in der Druckqualität wie von einem restlos ausgequetschten Tintenstrahler.

Die Pizza kam und erfüllte die niederen Erwartungen. Die Lasagne ging fast nicht angerührt zurück. On Top dann noch das Fertigdressing. Ich bin es irgendwie einfach leid, dieses “ich mach dann mal ein Restaurant auf” – Ding. Aber dem Allerweltsgaumen reicht es…